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Läufigkeit der Hündin

Schafft man sich eine unkastrierte Hündin an, muss man sich mit dem Thema Läufigkeit auseinander setzen.

Hier möchten wir Ihnen gerne ein paar Informationen zu diesem Thema geben.

Meist setzt die erste Läufigkeit bei einer Hündin im Alter von sechs bis zwölf Monaten ein. Die Hündin befindet sich in dieser Lebensphase physisch und psychisch mitten in der Pubertät.

Kleinere Hündinnen werden oft schon mit ca. sechs Monaten das erste Mal läufig, größere Hundedamen manchmal erst im zweiten Lebensjahr. Maßgeblich für den Zeitpunkt der ersten Läufigkeit ist vor allem, dass die Hündin ihr ausgewachsenes Körpergewicht erreicht. Dies geschieht nicht nur bei Hunden großer Rassen etwas später, sondern auch, wenn die heranwachsende Hündin nicht genug Futter bekommt (zum Beispiel in schlechter Haltung) oder eine Krankheit durchlebt hat.

Oft ist die erste Läufigkeit auch noch schwer zu erkennen, da diese manches Mal nicht typisch verläuft, da die Hündin erst geschlechtsreif wird aber körperlich noch nicht fertig entwickelt ist. Bei der stillen Läufigkeit sind neben allen typischen hormonellen Vorgängen keine äusseren Anzeichen wie Ausfluss sichtbar.

Auch ist es möglich, dass bei der Hündin typische Läufigkeits-Anzeichen auftreten, diese aber nach wenigen Tagen wieder abklingen um dann erneut aufzutauchen, dies nennt man Split-Östrus.

Grundsätzlich gliedert sich der Zyklus einer Hündin in vier Phasen.

Im ersten Abschnitt der Läufigkeit (Proöstrus/Vorbrunst) schwillt die Vulva der Hündin an und es kommt zu blutigem Scheidenausfluss. Zu diesem Zeitpunkt ist die Hündin noch nicht fruchtbar, riecht aber für den Rüden bereits sehr interessant. Im zweiten Abschnitt der Läufigkeit (Östrus/Brunst) ist die Hündin deckbereit. Hier spricht man von Standhitze.

Die Vulva ist nun nicht mehr ganz so stark geschwollen und der Scheidenausfluss wird wässriger, manchmal auch schleimig. Während des Östrus finden mehrere Eisprünge statt, meist am zweiten bis vierten Tag. In diesem Zeitrahmen liegen die fruchtbaren Tage der Hündin.

In der Nachbrunst-Phase (Metöstrus) klingen die Läufigkeits-Symptome ab, der Ausfluss wird oft gelblich und verschwindet schließlich ganz. Die Ruhephase des Zykluses nennt man Anöstrus. Die Hündin zeigt keine äußeren Anzeichen einer Läufigkeit. Ihre Sexualhormone bleiben auf einem Level (Progesteron) oder schwanken leicht (Östrogen). Diese Phase kann sehr unterschiedlich lang sein; sie dauert mehrere Wochen oder Monate an und endet erst mit der Einleitung des nächsten Proöstrus und somit der nächsten Läufigkeit.

Wie verhält sich nun die Hündin während der Läufigkeit?

Im Durchschnitt wird eine Hündin alle sieben Monate läufig. Die meisten Hundebesitzer sind jedoch zweimal jährlich mit einer Läufigkeit konfrontiert, wenn keine Kastration der Hündin stattgefunden hat. Ob und wie sich das Verhalten der Hündin in der Läufigkeit verändert, ist sehr unterschiedlich. Viele Hündinnen vergessen zumindest zeitweise ihre gute Kinderstube wenn sie läufig sind.

Einige entfernen sich auf Spaziergängen weiter von ihrem Besitzer und lassen sich schlechter abrufen. Andere werden anhänglicher und fordern viele Streicheleinheiten. Nicht selten schlafen läufige Hündinnen mehr als sonst, wirken etwas faul oder melancholisch. Einige Exemplare machen dagegen einen eher ruhelosen Eindruck und wechseln alle paar Minuten den Liegeplatz. Nicht zuletzt gibt es auch Hündinnen, die von der Läufigkeit kaum aus dem Konzept gebracht werden und sich genau so benehmen wie sonst auch.

Sie sehen, jede Hündin ist hier anders und es gilt darum sehr individuell auf Ihr Tier einzugehen. Essentiell wichtig währender der Läufigkeit Ihrer Hündin ist es, sich bei Begegnungen mit anderen Hunden richtig zu verhalten. Halten Sie sich von unkastrierten Rüden fern, ganz besonders während Ihre Hündin in der Standhitze ist. Führen Sie Ihr Tier nur angeleint und informieren Sie andere Hundebesitzer warum Sie dies tun.

Und bitte bedenken Sie, auch an nicht mehr fruchtbaren Tagen riecht die Hündin für Rüden noch sehr spannend, egal ob der Rüde kastriert oder unkastriert ist. Im Getummel dieser überschießenden Hormone neigen Rüden dazu, die läufige Hündin zu bedrängen und dies ist für die Tiere im Allgemeinen eine Stresssituation und kein entspanntes Spiel. Daher warten Sie einfach in Ruhe die Läufigkeit Ihrer Hundedame ab und führen Sie sie erst dann wieder mit Rüden und anderen Hunden zusammen.

 

Team Tierschutz-Zentrum

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