Borrelien

Das Bakterium Borrelia burgdorferi kann jedes Organ, das Nervensystem, Gelenke und Gewebe befallen.

Borreliose kommt beim Hund seltener vor als beim Menschen, eine Ansteckungsgefahr von Hund zu Hund oder Hund zu Mensch kann bisher ausgeschlossen werden.

Am Anfang einer Borreliose zeigen sich keine markanten Symptome. Lediglich Mattigkeit, Fieber, Appetitlosigkeit werden wahrgenommen. Das dominierende Bild der Borreliose sind Gelenkprobleme (Lyme Arthritis): Gelenke weisen schmerzhafte Schwellungen auf, diese wiederum rufen Lahmheiten an wechselnden Stellen hervor.

Lähmungserscheinungen sind ebenfalls keine Seltenheit.

Die Symptome entwickeln sich 2–5 Monate nach dem Biss einer infizierten Zecke. Leichte Lahmheiten nehmen innerhalb von 2–4 Tagen zu und verschwinden dann wieder. Hauptsächlich betroffen sind die Gelenke.

In einigen Verlaufsformen können Nervensystem, Herz, Nieren und andere Organe geschädigt werden. Nach dem Abklingen der Lahmheit entwickeln die Tiere Lahmheitsschübe, die in Abständen von 2–4 Wochen auftreten. Dabei sind oft wechselnde Gelenke betroffen. Komplikationen, die in diesem Stadium auftreten können, sind: Hirnhaut- und Nervenwurzelerkrankungen, Gesichtsnervlähmungen, Nervenentzündungen, Nierenschädigungen, Herzrhythmusstörungen, Augenschädigungen.

Die chronische Borreliose geht oft einher mit rheumatischen Beschwerden, chronischen Gelenksbeschwerden, chronischen Muskelentzündungen, chronischer Hirnhautentzündung und degenerativen Hauterkrankungen mit Blaufärbung und Hautverdünnung, in deren Folge die Haut eine pergamentartige Anmutung annimmt.

Glücklicherweise nimmt nicht jede Borreliose den geschilderten schlimmen Verlauf. Nur etwa 20 Prozent der infizierten Tiere entwickeln überhaupt Krankheitszeichen, denn das Immunsystem besiegt die Borrelien früher oder später.

Zur Therapie gilt es vor allem, das Immunsystem zu stärken, sodass es sich mit den Bakterien auseinandersetzen kann.

Während der Wachstumsperiode der Borrelien können bestimmte Antibiotika helfen.

Antibiotika bekämpfen zwar die Borrelien, nicht aber deren Neurotoxine. Es ist daher illusorisch zu glauben, Borreliose sei mit einer dreiwöchigen Antibiotika-Anwendung dauerhaft in den Griff zu bekommen. Vielmehr gilt, die Behandlung als langwierig und nicht zwingend Erfolg versprechend.

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