Ehrlichien

Zecken können gleich mehrere gefährliche Krankheiten übertragen, wenn sie sich an einem Tier festsaugen.

Achtung: die hier vorgestellten Krankheiten sind nicht ungarnspezifisch und können Ihr Tier auch in Deutschland erwischen!

Ehrlichiose kommt vor allem in den Mittelmeerländern, zunehmend aber auch in unseren Breitengraden vor.

Das Bakterium Ehrlichia canis wird durch die braune Hundezecke übertragen und befällt die weißen Blutkörperchen. Die Symptome sind häufig unspezifisch und gehen von Fieber und ständigem Nasenbluten über Erbrechen, Atemnot, zentralnervöse Störungen im akuten Stadium, bis hin zu Blutungen, Ödemen, Anämie, Milzvergrößerung, Gelenkerkrankungen und Meningoenzephalitis im chronischen Verlauf.

Die Diagnose ist klinisch nicht zu stellen und muss über ein Ausschlussverfahren anderer Erkrankungen hergeleitet werden. Insbesondere die Abgrenzung zur Babesiose ist bisweilen schwierig, da diese auch mit der Ehrlichiose vergesellschaftet auftreten kann.

Die Therapie erfolgt durch Antibiotika wie Doxycyclin über 28 Tage, welches auch in den Zellen wirkt.

Wenn die Ehrlichiose in der akuten Phase behandelt wird ist die Prognose gut. In der chronischen Phase kann der Erreger oft nicht mehr eliminiert werden, und es kommt trotz aller Bemühungen häufig zu Todesfällen.

Oft sind begleitende Maßnahmen nötig wie Infusionen, Bluttransfusionen oder Medikamente, die das Knochenmark stimulieren.

Prophylaxe: Zeckenschutz!

Eine Impfung steht nicht zur Verfügung. Auch der Mensch kann an Ehrlichiose erkranken, der Erreger ist jedoch ein anderer. Quasi holt sich jeder seine persönliche Ehrlichiose bei den Zecken ab....

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